Stigma Psychotherapie? Ein Statement

Ich will mal eine Beobachtung aus der Praxis psychotherapeutischer Arbeit teilen:

Es sind vielmehr die reifen, selbstkritischen und sensiblen Menschen, die in die psychotherapeutische Behandlung kommen, denn die vermeintlich „gestörten“, „kranken“ oder „merkwürdigen“. Es kursiert immer noch der Glaube, in Psychotherapie zu gehen sei ein Makel oder etwas, für das man sich schämen müsste; dabei ist es ein Ausdruck von Einsicht, Selbstfürsorge und Mut, der am allermeisten den Menschen abgeht, die lieber der Welt oder den Anderen die Schuld an ihrem Unglück geben und sich dann für „gesund“ halten.

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